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Wädenswil 001–555

Tätigkeitsfelder: Editorial Design
Kunde: Dr. Peter Ziegler, Wädenswil
Wädenswil 001–555
«Es sind nicht alles Spitzenbilder», sagt der Autor Peter Ziegler, man habe am Computer nicht nachgeholfen. «Man sollte sehen: Das ist der Alltag» [...] Das Buch soll nicht wirken wie ein Werbekatalog: «Es soll nicht schön sein», sagt Ziegler und schlägt mit der flachen Hand auf den Tisch, «es ist Wädenswil.» (TA 30.12.08) «Wädenswil 001–555» ist ein Bildband über die Gemeinde Wädenswil am Zürichsee. Das Buch dokumentiert den Wandel des Dorfes zu einer Kleinstadt, die Umnutzung von Gewerberaum zu Wohnraum, Stimmungen und Alltag. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem Gestalter Bruno Margreth und dem Autor. Die Gestalter brachten den «Blick von Aussen» und der «Lokal-Matador» die nötigen Kenntnisse des Ortes ein.
UMSCHLAG
Der Bildband umfasst 555 von etwa 7000 Bildern aus dem Archiv des Autors. Der Buchtitel gibt die Anzahl der Bilder wieder.

Die nüchterne Umschlaggestaltung mit einem blauen Leinen, ohne Bild aber mit Stadtwappen, verweist auf das Genre der Gemeindechroniken, die heute oft leicht angestaubt ein Dasein in Kellerregalen der Verwaltungen oder auch Haushalten fristen, und mit deren Tradition in diesem Bildband spielerisch gebrochen wird.
TEXTTEIL
Ein abgetrennter Textteil gedruckt auf graues Papier leitet in das Buch ein und enthält die Bildlegenden. Die durchgehende Nummerierung der Bilder ermöglicht die Trennung von Bildlegenden und Bildern, sodass die Bilderbogen für sich alleine wirken können.

Aus den Bildgruppen heraus entstanden 45 Kapitel, mit Titeln wie «Seesichten», «Im Dorf», «Im Berg», «Ob dem Dorf», «In der Au», «Uhren», «Brunnen», «Hausabbruch», «Bauerwartung», «Neubau» und viele mehr.
BILDTEIL
Wir wählten die Bilder aus, ordneten sie thematisch und gestalteten daraus Bilderbögen als Doppelseiten. In diesem Prozess standen nicht die formalen und inhaltlichen Qualitätskriterien der Einzelbilder im Vordergrund, sondern die visuelle Kraft und die Gesamtaussage der Bildgruppen.

Zur Lebendigkeit der Bilderbogen tragen nicht nur die verschiedenen Bildgrössen und die Anordnung der Bilder bei. Wichtig ist auch das heterogene Bildmaterial: Analoge Fotos, Dias, Digitalfotos in Farbe und schwarz/weiss.

Damit die Bilder aus verschiedenen Quellen dem Betrachter einen authentischen, ehrlichen Blick über die Gemeinde vermitteln, liessen wir die Bilder möglichst unbearbeitet und in ihrem Originalausschnitt abdrucken.

Das Buch wurde 2008 mit dem Preis «Die schönsten Schweizer Bücher» ausgezeichnet.

Die Jury vermerkt: «Es ist nicht leicht, in der Buchkategorie der Gemeindeporträts ansprechende Lösungen zu finden, doch dies ist eine. Das Buch vermag einerseits dokumentarische Ansprüche zu befriedigen, andererseits erfüllt es einen hohen gestalterischen Anspruch und operiert mit einem Augenzwinkern, ohne die Porträtierten ins Lächerliche zu ziehen.»
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