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Benedictine Typeface

Tätigkeitsfelder: Type Design
Kunde: STVG - Mahrer, Lzicar
Benedictine Typeface
Die Wurzeln der «Benedictine» gehen weit zurück in die Vergangenheit: Zwischen 1487 und 1495 produzierte der Italienische Meisterdrucker Plato de Benedictis dreizehn bedeutende Bücher, welche die Vorlage für eine Linotype-Setzmaschinen-Version der Schrift aus dem Jahr 1922 bildeten (Gestalter: Joseph E. Hill und Edward E. Bartlett), und der Schrift ihren heutigen Namen gab. Diese wiederum verwendeten STVG in Auftrag von, und Zusammenarbeit mit der Raffinerie AG für Gestaltung als Grundlage für eine digitale Überarbeitung des Bold-Schnitts der Schrift.
CHARACTERS
Die Benedictine gehört zur Klasse der venezianischen Renaissance-Antiqua. Ihre Buchstabenformen folgen Paradigmen der italienisch Renaissance, als Künstler und Handwerker die kulturellen Leistungen der griechischen und römischen Antike nach dem ausklingenden Mittelalter wieder neu belebten. Ihr klassischer Charakter zeigt sich vor allem in ihren Versalien.

Bei der Digitalisierung versuchten wir diese Eleganz zu bewahren und die Schrift trotzdem an die Anforderungen zeitgemässer Entwurfs- und Drucktechnik anzupassen.
ANWENDUNG
Am Anfang des Schriftentwurfs stand das Buchprojekt «If there ever was one» der Raffinerie AG für Gestaltung für den georgischen Künstler Andro Wekua. Gesucht wurde eine Schrift, welche die düstere Wirkung seiner häufig collagierten Bilder typografisch spiegelte. Fündig wurden wir in einem Schriftmusterbuch der Mergenthaler Linotype Company, New York von 1925.

Die Vorlage überzeugte die Projektbeteiligten durch ihren eigenwilligen Charakter, welcher auf die modernen Adaption dieser ursprünglich handgezeichneten Schrift zurückgeführt werden kann.
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